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So gelingt erfolgreiche virtuelle Führung

Angela Merkel leitet die Regierungsgeschäfte aus der häuslichen Quarantäne. Unzählige Teams, ganze Unternehmen werden derzeit digital geführt. Was bedeutet also Führung in Zeiten von Social Distancing? Wie gelingt es Führungskräften aus dem Home Office heraus, virtuell erfolgreiche Zusammenarbeit zu koordinieren? Unsere drei wichtigsten Tipps.

1. Enger virtueller Kontakt, klare Strukturen und Regeln

Das persönliche Gespräch entfällt und somit auch der Raum, in dem Unausgesprochenes leichter wahrgenommen werden kann. Gerade jetzt ist der enge Kontakt zu den eigenen Mitarbeitern von enormer Bedeutung – niemand möchte sich allein gelassen fühlen. Telefonate und Videoschaltungen sind nun das Gebot der Stunde.

Ein Großteil der Führungsaufgaben besteht nun in der organisatorischen Verteilung von Tätigkeiten:

  • Suchen Sie den regelmäßigen Kontakt: Ein sich wiederholendes Teammeeting gibt den Mitarbeitern Struktur und Sicherheit. Tools wie Zoom oder Microsoft Teams eignen sich hier hervorragend.
  • Definieren Sie Regeln für die Kommunikation: Diese gelten für alle.
  • Kommunizieren Sie genau, welche Aufgaben für wen und bis wann anstehen.
  • Geben Sie regelmäßig und zeitnah Feedback, um den engen Kontakt mit Ihren Mitarbeitern zu halten.
  • Passen Sie die Ressourcen der Mitarbeiter an deren jeweilige persönliche Situation an (bspw. Berücksichtigung der Kinderbetreuung).
  • Diskutieren Sie Schwierigkeiten und bieten Sie Hilfestellungen an.
  • Zusätzlich können Sie mit weiteren Strukturen für den sozialen Austausch Nähe schaffen, beispielsweise in Chat-Räumen. So bleiben alle Teammitglieder auf dem Laufenden.

 

2. Vertrauen und Offenheit zeigen

Besonders wichtig sind Vertrauen, Offenheit und Empathie. Die Herausforderungen der momentanen Situation müssen klar benannt werden. Das sind die Voraussetzungen, um die bevorstehenden Wochen gemeinsam erfolgreich meistern zu können.

  • Vermitteln Sie Vertrauen sowie Empathie und zeigen Sie, dass Sie immer ansprechbar sind: Ihre Mitarbeiter brauchen jetzt Ihr „offenes Ohr“ mehr denn je, um sich bei Problemen nicht im Stich gelassen zu fühlen.
  • Die Situation ist für alle neu: Machen Sie die unterschiedlichen Erwartungshaltungen transparent – Ihre eigenen als Führungskraft und die Ihrer Teammitglieder an Sie.
  • Verzichten Sie auf Kontrollmaßnahmen: Wenn Sie Aufgabenpakete mit genauen Timelines klar definieren, müssen Sie auch nicht kontrollieren. Vertrauen Sie als Führungskraft jetzt darauf, dass jeder Einzelne diszipliniert an seinen Aufgaben arbeitet.

 

3. Lernen Sie Ihr Team kennen

Jeder Mitarbeiter reagiert anders auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Einige, sonst hoch engagierte Kollegen stecken auf einmal den Kopf in den Sand. Andere, eher „stillere Wasser“, sprudeln plötzlich vor Ideen.

  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern den Raum, diese Kompetenzen flexibel einzusetzen. Schließlich möchten viele Menschen gerade jetzt einen wesentlichen Beitrag leisten.
  • Versuchen Sie, den Druck rauszunehmen und helfen Sie Ihren Mitarbeitern dabei, die Situation zu akzeptieren.
  • Bewerten Sie Ihr Team neu: Sehen Sie sich die Persönlichkeiten Ihrer Teammitglieder genau an und bewerten Sie deren Kompetenzen in der aktuellen Situation.

 

Bedenken Sie: Führungskräfte werden wohl rückblickend nicht daran gemessen werden, ob sie in dieser Situation die Zahlen erbracht haben, sondern daran, wie sie ihre Teams, die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt gemanagt haben.