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Gute Entscheidungen im Ausnahmezustand

Führungskräfte belegen Entscheidungen gerne mit Vergangenheitsdaten und -fakten. Wie zum Beispiel mit der Annahme, dass der Markt um 2% wachsen wird – weil das durchschnittliche Wachstum der letzten fünf Jahre 2% war. Oder ein Unternehmen führt ein neues Produkt ein, weil dafür ein Markt entstanden ist, der bisher nur von den Wettbewerbern bearbeitet wurde…

Im Ausnahmezustand – zudem in einer erstmalig aufgetretenen Krise wie der jetzigen – gibt es diese Referenzpunkte nicht. Keine Schablone, keine Erfahrung aus der Vergangenheit hilft. Nur die Intuition und ein gutes Urteilsvermögen. Heute stellen wir Ihnen drei Fähigkeiten vor, die Ihnen helfen, Entscheidungen unter Unsicherheit zu treffen, um damit erfolgreicher aus der Krise zu kommen:

Zuhören, kein Aktionismus

Es ist ein menschlicher Reflex: Wir kommen in eine Extremsituation und machen schnell eine Aktion, um uns daraus zu befreien. Das haben schon unsere Vorfahren so gemacht und wir tendieren heute zum selben Aktionismus. Was bei einem Feuerbrand richtig sein kann, ist im Management eines Unternehmens oft falsch.

In der aktuellen Krise herrscht Informationsüberflutung. Viele (Hobby-)Virologen haben unterschiedliche Meinungen und jeder weiß es besser als der andere. Daher gilt es die richtigen Daten rauszufiltern und Menschen und Medien zu identifizieren, denen Sie vertrauen. Um die relevanten Informationen zu filtern, gelten einfache Regeln: Glauben Sie immer nur Informationen, die in mindestens zwei unterschiedlichen Medien veröffentlicht wurden und achten Sie auf den Sinn und Zusammenhang der Information. Alles andere sollte keinen Platz in Ihrem „Datenspeicher“ bekommen.

Aktives Zuhören hilft Ihnen dabei, die wichtigen Informationen von den unwichtigen zu trennen. Wie schnell haben Sie den aktuellen Ausnahmezustand verstanden? Erst nach gewisser Zeit wurde den meisten Menschen der Zusammenhang zwischen Neu-Infektionen, der Reproduktionsrate und der Krankenhauskapazität klar. Ab diesem Moment entstand Sinn und man war fähig, gesellschaftliche und Unternehmensinitiativen darauf aufzubauen.

Zuhören hilft immer für die Entscheidungsfindung – und das noch verstärkter in einer aufgeregten Welt mit wenig Orientierung.

Auf die Stärken konzentrieren

Stärken stärken ist nichts Neues, aber in der aktuellen Situation umso wichtiger. Mit dieser Strategie können Sie nicht nur gut durch die Krise kommen, sondern Ihren Mitarbeitern Sinn vermitteln.

Es wird aktuell viel über die nötigen Veränderungen, die Chancen, das Radikale gesprochen. Alles hat sicherlich seine Berechtigung, ist aber nicht schnell umsetzbar. Der Fokus auf die eigenen kompetitiven Stärken bringt schnellen, kurzfristigen Erfolg und Vertrauen. Konzentrieren Sie Ihr Unternehmen und Ihr Team auf das, was Sie können und worin sie stark sind. Nicht ohne Grund nähen Textilfirmen Masken und kompensieren damit teilweise ihre Umsatzausfälle im bisherigen Kerngeschäft. E-Commerce Unternehmen verstärken ihre Kernprozesse im Bestellsystem und in der Logistik. Messebauer in Kurzarbeit installieren Plexiglas-Schutz in Supermärkten. Die Entscheidung, sich in der Krisensituation auf seine Kernkompetenzen zu konzentrieren, bringt schnelles Vertrauen im Team und potenziellen nachhaltigen Erfolg.

Im Buch „Playing to win“ von A.G. Lafely und R. Martin kommt dieses Vorgehen klar zum Ausdruck: Starke, nachhaltige Vorteile die „ausgespielt“ werden, bieten einen einzigartigen Wert und garantieren Erfolg. Wenn Sie die beste Vertriebsmannschaft in der Industrie haben, sollten Sie wissen wo Sie ansetzen. Die Entscheidung für ein überlegenes Produkt oder eine patentierte Technologie kann der elementare Erfolgsbaustein sein, um als Gewinner aus dieser Zeit heraus zu wachsen.

Umsetzen

Durch aktives Zuhören haben Sie die relevanten Informationen herausgefiltert und setzen auf „winning strategies“ mit den Stärken Ihres Unternehmens und Teams. Dann gibt es noch einen wichtigen Entscheidungsfaktor für den Erfolg: Umsetzen! Und zwar konsequent.

Eine gute Strategie, ein motiviertes Team, eine überlegene Technologie wird nur dann erfolgreich sein, wenn Sie umsetzen, machen, tun. Wenn Sie das nicht machen, werden Sie am Ende scheitern.

Oft wurde Elon Musk für seine Vorstellungen belächelt. Heute lacht kein Entscheider aus der Automobil- oder der Telekommunikationsindustrie mehr. Tesla ist Weltmarktführer für Elektromobile und seine Satelliten für eine bessere Kommunikationsabdeckung kreisen schon im Orbit. Und viele weitere werden folgen – da können wir uns sicher sein. Elon Musk ist ein Visionär, ein Motivator und sicher ein Manager, der seinem Team viel abverlangt. Seinen Erfolg verdankt er aber vor allem seinen Umsetzer- und Macherqualitäten.

Und wenn eine Entscheidung funktioniert – der Fokus auf eine Strategie, ein neues Produkt oder ein starker Kunde – dann heißt es dran bleiben, weiter machen und das Umsetzen in die eingeschlagene Richtung verstärken. Einfach machen!

Summary

Schärfen Sie in der aktuellen Ausnahmesituation Ihr Urteilsvermögen mit bewusstem, aktivem Zuhören. Bauen Sie auf die vorhandenen Stärken Ihres Unternehmens und Teams und setzen Sie Ihre Strategie konsequent um – dann werden Sie die aktuelle Situation „gut meistern“ und gestärkt daraus hervorgehen.