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Das große Ganze: Entwicklungen des Arbeitsmarktes während der Pandemie

Zwischen zwei und drei Millionen Erstanträge auf Arbeitslosengeld gehen inzwischen wöchentlich in den USA ein. Inzwischen haben mehr als 33 Millionen Menschen in den Vereinigten Staaten ihren Job verloren – und das seit März. Bereits im April lag die US-Arbeitslosenquote bei 14,7 Prozent. Corona stellt den Arbeitsmarkt der USA vor die Zerreißprobe. Doch während die Vereinigten Staaten mit ihren gewaltigen Problemen die Schlagzeilen füllen, verändert sich auch der deutsche Arbeitsmarkt. Wie reagiert dieser hierzulande auf die aktuelle Situation? Welche Tendenzen zeichnen sich ab? Wir fassen die aktuelle Situation für Sie zusammen.

Bei aller Ungewissheit steht eine Sache unweigerlich fest: Der deutsche Arbeitsmarkt wird von der Krise beeinflusst und wird sich auch in Zukunft verändern. Der Faktor Zeit spielt hier eine wichtige Rolle. In welchem Tempo wird die deutsche Wirtschaft wieder hochgefahren? Wann verringert sich die Zahl der Mitarbeiter in Kurzarbeit? Und vor allem: Wann zeichnen sich konkrete Entwicklungen in der Arbeitswelt ab, welche sichere Rückschlüsse und Folgerungen auf die Zukunft zulassen?

Die deutsche Wirtschaft ist in weitaus geringerem Maße betroffen als die der USA und anderer großer Volkswirtschaften. Jedoch sind die Ausmaße der wirtschaftlichen Einschränkungen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet unterschiedlich weitreichend.

  • Volkswirtschaftlich: Die deutsche Wirtschaft steuert durch Corona auf eine Rezession gewaltigen Ausmaßes zu. Der Bund rechnet mit einem Steuerloch von knapp 100 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies ein Minus von etwa zehn Prozent. Prognosen zufolge, welche der Spiegel kürzlich veröffentlichte, werden bis 2024 darüber hinaus über 315 Milliarden Euro eingebüßt. Die Frühjahrsprojektion von Bundeswirtschaftsminister Altmaier sagt ein negatives Wirtschaftswachstum von 6,3 Prozent für das Jahr 2020 voraus.
  • Aus Perspektive des Mittelstands: Der deutsche Mittelstand kann nach den ersten Zwischenresümees aufatmen.Der Stellenabbau fällt weniger drastisch aus, als bisher angenommen. So beantragte bislang zwar jedes fünfte Mittelstandsunternehmen bereits Förderkredite und mehr als die Hälfte aller Unternehmen schickte Mitarbeiter in Kurzarbeit, doch nur sehr wenige der deutschen Mittelständler (weniger als 10 Prozent) planen tatsächlich einen konkreten Stellenabbau. Grund dafür ist die Robustheit des deutschen Mittelstandes und der deutschen Volkswirtschaft in Gänze. So lassen sich auch die großen Unterschiede zur US-amerikanischen Wirtschaft nachvollziehen. Bislang beweist sich der deutsche Mittelstand dank Kurzarbeit, Förderkrediten und seiner Spontanität, die sich beispielsweise in neuen Sortimenten, Serviceleistungen oder der Umstellung der Vertriebskanäle zeigt, als krisensicher. Der wichtigste Faktor in der weiteren Entwicklung wird jedoch die Zeit sein. Den vieldiskutieren Krisenverläufe in V-, U- oder L-Form kommen in dieser Hinsicht wichtige Rollen zu. Experten, wie beispielsweise das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), warnen: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland könnte auf über drei Millionen klettern. Zusammengefasst ist der Mittelstand stabil. Der wirtschaftliche Puffer könnte jedoch bald aufgebraucht sein.
  • Aus Sicht der Arbeitnehmer: All diese Entwicklungen sind aus Sicht der Arbeitnehmer höchst relevant. Es gilt, sich zu diesem kritischen Zeitpunkt zu informieren und zu orientieren. Wer es schafft, sich in dieser wirtschaftlichen Periode in einer zukunftsträchtigen Branche gut zu positionieren, erarbeitet sich viele Vorteile. Dass Arbeitnehmer genau dies tun, belegen die enorm gestiegenen Klickzahlen bei Jobportalen. Bei der Karriereplattform Xing haben sich die Klickzahlen beispielsweise gar verdoppelt.
  • Aus Sicht der Unternehmen:  Für Unternehmen nimmt in dieser Situation das Employer Branding eine besondere Rolle ein. Gerade in Zeiten dieser gänzlich ungewohnten Situation ist es wichtig, sich als starke Arbeitgebermarke zu präsentieren und zu positionieren. Maßnahmen im Personalmarketing sind demzufolge obligatorisch. Um sich als Arbeitgebermarke optimal dazustellen, greifen immer mehr Unternehmen auf professionelle Unterstützung, wie beispielsweise auf die von Dr. Maier + Partner Personalmarketing (www.drmaier-personalmarketing.de) zurück. Durch maßgeschneiderte Konzepte können sich Arbeitgeber optimal präsentieren und genau die Eigenschaften beleuchten, die sie ausmachen.

Zusammengefasst lässt sich festhalten: Der deutsche Arbeitsmarkt ist stabiler und krisensicherer als Arbeitsmärkte anderer großer Volkswirtschaften. Doch obwohl Deutschland gut aufgestellt ist, kann der erarbeitete Puffer nicht auf ewig als Schutzschild gegen eine neue Wirtschaftskrise dienen. Je länger die Wirtschaft eingeschränkt ist und nicht zu ihrer alten Stärke zurückkehren kann, desto wahrscheinlicher werden weitreiche Folgen. Zeit ist der alles entscheidende Faktor – und vielleicht ist der kritische Zeitpunkt bereits überschritten.